Der MHDA ist 1956 in der Folge des Ungarnaufstandes entstanden und dem Ordensauftrag entsprechend auch heute im Zivil- und Katastrophenschutz aktiv tätig. Neben Einsätzen bei Hochwasser oder zur Versorgung von Flüchtlingen (1956 Ungarn, 1968 CSSR, ab 1991 ehemaliges Jugoslawien) in Österreich wurde auch international Hilfe geleistet.

Bisherige Einsätze
- bei den Erdbeben in Friaul, Montenegro und Süditalien; immer waren die Einsatzkräfte des MHDA unter den Ersten, die direkt vor Ort Hilfe leisten konnten;
- im Rahmen der kriegerischen Auseinandersetzung wurden Flüchtlingslager in Äthiopien und Kurdistan aufgebaut und betreut;
Im Spätsommer 1989 leisteten Mitglieder des MHDA Hilfe bei der Betreuung von Flüchtlingen aus der DDR in Ungarn;
- Unmittelbar nach Ausbruch des Umsturzes in Rumänien 1989/90 waren Mitglieder des MHDA vor Ort und brachten vor allem dringend benötigtes Sanitätsmaterial und Nahrungsmittel in Pfarren und Krankenhäuser;
- Lebensmittel wurden in den ersten Krisenwintern nach Rußland und Albanien gebracht;
- Während des Kroatienkrieges wurden rund 2.000 Mütter und Kinder in zwei Sonderzügen aus dem unmittelbaren Kriegsgebiet geborgen und in Österreich untergebracht;
- Nach dem Waffenstillstand wurden Flüchtlinge in Kroatien laufend mit Hilfsgütern versorgt, am Wiederaufbau vor Orten mitgewirkt und medizinische Einrichtungen mit fast 400 Tonnen Hilfsgütern aus Österreich und den USA versorgt.
- Bei Weihnachtsaktionen wurden seit 1993 alljährlich - gemeinsam mit dem österreichischen Hilfswerk - für Kinder aus Bosnien Kleidung, Schuhe, Nahrungsmittel und Spielzeug, sowie Medikamente und zuletzt auch Beinprothesen für Kinder und Jugendliche in Flüchtlingslager gebracht, und an Flüchtlinge aus allen Volksgruppen in Bosnien, Kroatien, Slowenien und Serbien verteilt.
- Im Rahmen des Einsatzes des internationalen Hilfskorps des Souveränen Malteser Ritter-Ordens ECOM in Ruanda/Zaire konnte der MHDA im Sommer 1994 mit kurzfristig gelieferter Kindernahrung im Wert von 5,1 Mio Schilling mitwirken. Der Einsatz der französischen und belgischen Malteser Hilfskräfte in Ruanda wurde ebenso finanziell unterstützt, wie der Wiederaufbau eines Spitals für heimkehrende Flüchtlinge durch den deutschen Malteser Hilfsdienst in Nord Ruanda
- In regelmäßigen Transporten werden über den dortigen Malteser Hilfsdienst in Cluj/Klausenburg (Rumänien) Kindernahrung, Medikamente und Bekleidung an Hilfsbedürftige verteilt. Allein 1995 betrug der Wert dieser Hilfsleistungen sowie medizinischer Geräte und Ausstattung von Arztpraxen mehr als 5,5 Mio Schilling.
- Nach dem Waffenstillstand in Bosnien wurden im Somnmer 1996 120 Kinder aus Sarajewo, die die letzten drei Kriegsjahre größtenteils in Bunkern und Kellern verbracht hatten, für die Aktion "Ferien in Frieden" nach Österreich geholt und hier bei österreichischen Gastfamilien untergebracht und nach herrlichen Ferien wohlbehalten wieder ihren Verwandten und Freunden in Sarajewo übergeben.
- Im Juni/Juli 1997 wurde nach gründlicher Vorbereitung und Evaluierung ein Transport mit dringend benötigtem Sanitätsmaterial nach Tirana abgefertigt, und von der dort unter österreichischer Mitwirkung errichteten ECOM-Verteilstelle an lokale Spitäler ausgegeben. Die 50 neuwertigen Spitalsbetten, Medikamente, operative Hilfsmittel und ein Kinder-Reanimations- und Operationstisch im Wert von mehr als 3 Millionen Schilling wurden in den Spitälern, in denen es am Notwendigsten fehlt, dringend benötigt.
- 1999 wurde gemeinsam mit dem Österreichischen Roten Kreuz und dem Österreichischen Bundesheer in Albanien ein Flüchtlingslager für Flüchtlinge aus dem Kosovo errichtet und betrieben.
Zusätzlich werden im Bedarfsfall Transporte von Medikamenten, medizinisch-technischer Ausrüstung, Lebensmitteln und Bekleidung in notleidende Gebiete durchgeführt.
Im Rahmen von ECOM ("Emergency Corps of the Order of Malta") werden ebenfalls Einsätze getätigt. ECOM wurde 1994 gegründet und ist ein internationales Hilfswerk des Souveränen Malteser Ritterordens. Mitglieder sind die nationalen Ordensgliederungen von Belgien, Deutschland, Frankreich, Irland, der Niederlande, Österreich und der Schweiz. Italien und Tschechien haben derzeit Beobachterstatus.