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Häufig gestellte Fragen

Der Souveräne Ritter- und Hospitalorden vom Hl. Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta, allgemein bekannt als Souveräner Malteser-Ritter-Orden, hat eine doppelte Natur. Gegründet etwa um das Jahr 1048 in Jerusalem, ist er der älteste noch bestehende religiöse Laienorden der Welt. Gleichzeitig wird er von der Völkergemeinschaft als eigenes Subjekt der internationalen Rechtsgemeinschaft anerkannt. Der Ordensauftrag ist in dem Doppelbegriff „Tuitio Fidei et Obsequium Pauperum“ zusammengefasst. Dieser bedeutet, den Glauben zu leben, zu bezeugen und zu verteidigen (Tuitio Fidei) sowie den Armen und Kranken zu dienen (Obsequium Pauperum).

Im Jahr 1113 gewährte Papst Paschalis II. der Hospitalbruderschaft aus Jerusalem erste Privilegien, die zur Anerkennung als kirchlicher Orden führten. Heutzutage ist der Malteser-Orden einer von zwei unter der Protektion des Heiligen Stuhls stehenden Ritterorden. Bis zur Aufgabe der Insel Malta (1798) bestand der Orden überwiegend aus Ordensbrüdern, die die Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams abgelegt hatten. Sie wurden Fratres (Brüder) oder kurz Fra‘ genannt. Noch heute ist dies der so genannte „Erste Stand“ des Ordens. Diese Profess- oder Justizritter mit Gelübden unterstützen Ritter und Damen, die ein einfaches Gehorsamsversprechen (Oboedienz) ablegen, sowie rund 13.500 Laien. Auch wenn diese Mitglieder keine religiösen Gelübde abgelegt haben, sind sie doch zu einem christlichen Leben verpflichtet. Dies bedeutet, die eigene Spiritualität im Rahmen der Gebote der Kirche zu vertiefen und sich aktiv in den Dienst des Nächsten zu stellen.

Der Orden wurde einige Zeit nach seiner Gründung zum Schutz der Kranken, der Pilger und der christlichen Gebiete im Hl. Land auch militärisch aktiv, deshalb auch die Bezeichnung „Ritterorden“. Mit dem Verlust von Malta (1798) wurde diese Funktion aufgegeben. Geblieben ist jedoch die ritterliche Tradition.

Traditionell stammten früher Ordensmitglieder aus christlichen Rittergeschlechtern und adeligen Familien. Noch heute bekennt sich der Orden zu den Werten der Ritterlichkeit und des Adels. Die Mehrzahl seiner Mitglieder ist heute nicht mehr adeliger Abstammung. Sie werden aufgrund ihres „Adels des Geistes und der Gesinnung“ eingeladen, dem Orden beizutreten.

Der Orden ist vor allem in sozialen und medizinischen Belangen tätig und leistet humanitäre Hilfe. Er ist in über 120 Ländern aktiv und wird dabei durch seine diplomatischen Vertretungen in rund 130 Ländern unterstützt. Er betreibt weltweit zahlreiche Krankenhäuser bzw. medizinische Zentren, Ambulanzstationen, Alten- und Behinderteneinrichtungen und Hospize. In einigen Ländern unterhält er Hilfsdienste für Erste-Hilfe- und Sanitätseinsätze und für soziale Hilfeleistungen. Mit dem internationalen Hilfswerk „MALTESER International“ ist der Orden in der Lage, im Katastrophenfall, wie z. B. bei Naturkatastrophen und kriegerischen Auseinandersetzungen, jederzeit und weltweit helfend einzugreifen. Mit der Organisation CIOMAL (Internationaler Ausschuss des Malteser-Ordens) kümmert sich der Orden seit über 50 Jahren in besonderer Weise um Leprakranke.

Oberhaupt des Ordens ist seit 2008 der 79. Fürst und Großmeister Fra‘ Matthew Festing. Der Großmeister wird auf Lebenszeit vom Großen Staatsrat gewählt. Er wird von der Ordensregierung (Souveräner Rat) unterstützt, deren Mitglieder vom Generalkapitel (der obersten Ordensversammlung, die alle fünf Jahre tagt) gewählt werden. Der Souveräne Rat wird durch den Regierungsbeirat in allen Fragen von politischer, religiöser, karitativer und internationaler Bedeutung beraten. Eine Rechnungskammer übt die Kontrollfunktion in allen wirtschaftlichen und finanziellen Belangen aus.

Der Orden als solcher ist in 54 Ländern der Erde vertreten. Er besteht aus sechs Großprioraten, sechs Subprioraten und 47 nationalen Assoziationen.

Dem Orden gehören mehr als 13.500 Ritter und Damen an.

Die wichtigsten Einsätze erfolgten im Kosovo und in der ehemaligen jugoslawische Republik Mazedonien, Indien, Südostasien, Afghanistan, Pakistan, Mexiko, im Kongo, im Sudan, in Myanmar, Sri Lanka, Georgien,  Haiti und aktuell besonders in Syrien, dem Libanon, dem Nordirak und der Türkei.

Man wird in den Orden berufen und kann sich nicht selbst bewerben. Verantwortlich für die Prüfung der Aufnahmevorschläge ist entweder das Großpriorat oder die jeweilige nationale Assoziation.

Der Orden ist ein Völkerrechtssubjekt und unterhält durch eigene Botschaften diplomatische Beziehungen zu über 130 Staaten. Er ist ferner durch eigene Missionen ständiger Beobachter bei den Vereinten Nationen, bei der Europäischen Kommission und bei zahlreichen weiteren internationalen Organisationen, etwa der FAO und der UNESCO. Diese diplomatischen Beziehungen ermöglichen es dem Orden, bei Naturkatastrophen und bewaffneten Konflikten rasch und effizient tätig zu werden. Seine Neutralität, Unparteilichkeit und seine unpolitische Ausrichtung ermöglichen es ihm, als Vermittler einzugreifen, wenn Staaten dies zur Beilegung von Konflikten wünschen.

Dies ist länderweit verschieden. In Österreich werden die Aktivitäten des Ordens hauptsächlich durch Spenden finanziert.

Nach dem Verlust der Insel Malta hat sich der Orden im Jahr 1834 in Rom/Italien niedergelassen, wo ihm Exterritorialität garantiert ist. Dort hat der Orden seinen Sitz in der Via Condotti 68. Hier befindet sich auch die Botschaft des Ordens beim italienischen Staat.

Freiwillige sind  jederzeit herzlich willkommen! Weitere Informationen und Ansprechpartner finden sich hier.

Nachdem unser Glaube die Basis all unseres Handelns ist, ist es ohne christliches Bekenntnis nicht möglich, Mitglied bei den Maltesern zu werden.

Die MALTESER helfen allen Menschen, die ihrer Hilfe bedürfen, unabhängig von deren Glauben, Herkunft oder politischer Überzeugung.

Damit ist gemeint, dass wir in jedem Menschen den Herrn, unseren Gott, sehen, weil jeder Mensch Gottes Ebenbild ist. Und dass wir in jedem Bedürftigen unseren „Dienstherrn“ erkennen sollen, dem wir mit all unserer Kraft, all unserem Wissen und unserer Liebe dienen sollen – im positivsten Sinne des Wortes.

Der Großteil der MALTESER arbeitet ehrenamtlich. Einige Hilfswerke, wie das Seniorenwohnheim HAUS MALTA, der MALTESER Care-Ring oder die MALTESER Kinderhilfe benötigen aber auch hauptamtliche Mitarbeiter.

Nein, die Mitgliedschaft in einem der Hilfswerke bedeutet nicht eine Mitgliedschaft im Souveränen Malteser-Ritter-Orden.

Ja, es gibt an den einzelnen Standorten immer wieder auch Dienste und Veranstaltungen, für die man nicht Mitglied bei uns sein muss. Jeder, der sich mit unseren Werten identifizieren kann, ist herzlich eingeladen, bei Bedarf und je nach seinen Möglichkeiten mitzuhelfen. Für weitere Informationen fragen Sie bitte bei Ihrem Ansprechpartner in Ihrer Nähe nach.

Hospitaldienst des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens

Johannesgasse 2 - 1010 Wien - Österreich | Telefon: +43 1 512 53 95 | E-Mail: zentrale@malteser.at