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Die Betreuungseinrichtung in der Messe Wien

08/04/2020 


Die Betreuungseinrichtung Messe Wien steht bereit: MALTESER unterstützen bei Logistik

Gemeinsam mit der Stadt Wien, öffentlichen Institutionen und zahlreichen Hilfsorganisationen haben die „Vier für Wien“, zu denen auch die MALTESER gehören, die Bettenstation in der Wiener Messe aufgebaut. Die temporäre Einrichtung umfasst derzeit drei Hallen mit insgesamt 2.200 Betten, die zur Versorgung von Betroffenen der aktuellen COVID-19-Pandemie bereitstehen, und kann bei Bedarf auf bis zu 3.100 Betten ausgeweitet werden. 

Wien, 08. April 2020 – Um die medizinische Versorgung der Stadt Wien auch in den Zeiten der höchsten Infektionsraten mit dem Coronavirus aufrecht zu erhalten, haben die Gemeinde, die „Vier für Wien“ (Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter-Unfall-Hilfe, Rotes Kreuz und MALTESER) und der Ärztefunkdienst eine einzigartige temporäre Einrichtung in den Hallen der Messe Wien errichtet.

Versorgung durch Rettungsorganisationen unter der Leitung des Arbeiter-Samariter-Bundes

Für den laufenden Betrieb der Betreuungseinrichtung hat die Stadt Wien eine Betreibergesellschaft gegründet, die vom Samariterbund Wien (ASB) geleitet wird. Darin übernehmen die gemeinnützigen Hilfsorganisationen der „Vier für Wien“ die Verantwortung in den verschiedenen Funktionsbereichen. Die MALTESER unterstützen im Bereich Logistik, der unter anderem die Versorgung mit Medikamenten, den Wäschekreislauf sowie die Schutzausrüstung umfasst. Die 2.200 Betten wurden durch die Wiener Berufsfeuerwehr aufgestellt und vom Katastrophenschutz sowie dem Bundesheer zur Verfügung gestellt. Die ärztliche Versorgung wird durch den Ärztefunkdienst und den Wiener Krankenanstaltenverbund sichergestellt.

„Ich freue mich, dass wir mit dem Betreuungszentrum in der Messe Wien rechtzeitig alle Maßnahmen gesetzt haben, um die Gesundheit der Wienerinnen und Wiener bestmöglich schützen und einen Beitrag zur Eindämmung des Virus leisten zu können. Natürlich hoffen wir aber, dass sich die Fallzahlen so entwickeln, dass das Notquartier nicht gebraucht wird“, sagt Dr. Susanne Drapalik, Chefärztin des Arbeiter-Samariter-Bundes Wien und Leiterin der Betriebsführung im Auftrag der Stadt Wien für alle COVID-19 Betreuungseinrichtungen in Wien.

Heimquarantäne an einem anderen Ort

Die Einrichtung in der Messe Wien ist für infizierte Menschen mit leichten Symptomen, die nicht auf intensivmedizinische Betreuung angewiesen sind, aber aus sozialen Gründen nicht für die Heimquarantäne in Frage kommen, gedacht. Besuche sind in der Betreuungseinrichtung ausgeschlossen. Ab dem Eintreffen der ersten Patienten wird ein 24-Stunden-Betrieb in zwei bis drei Schichten durch alle beteiligten Organisationen sichergestellt. Bis dahin ist die Einrichtung zwischen acht und achtzehn Uhr besetzt.

Ausstattung und Services für über 3.000 Personen

Die temporäre Betreuungseinrichtung erfüllt alle medizinischen Bedürfnisse und ist in Zwei-Bett-Kojen organisiert. Diese sind durch Messebauwände räumlich abgetrennt, um den Patienten eine ausreichende Privatsphäre zu bieten. Für die Kommunikation nach außen wurde für die Betroffenen ein leistungsstarkes WLAN installiert, das pro Halle über 1.000 Geräte gleichzeitig versorgen kann. Bei jedem Bett gibt es für die Patienten eine Steckdose zur Aufladung persönlicher Geräte, zusätzlich wurden Gemeinschaftsbereiche eingerichtet, in denen TV-Geräte zur Verfügung stehen. Als Sanitäranlagen wurden in den einzelnen Hallen Dusch-Container aufgestellt und die Toiletten der Messe Wien für die Patienten umfunktioniert. Zusätzlich stehen den Patienten Waschmaschinen für ihre Privatkleidung zur Verfügung. An der Ausstattung der Hallen waren die Partnerfirmen der Messe maßgeblich beteiligt.

MALTESER: Wir bleiben für dich hier. Gemeinschaft leben, in Zeiten von Social Distancing.

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Messe Wien 5

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